die Bierstadt Radeberg
Radeberg verbindet sächsische Biertradition mit der reizvollen Landschaft der Westlausitz und der Nähe zu Dresden. Die Ferienoase bietet einen guten Ausgangspunkt, die Kulturmetropole zu besuchen oder die Umgebung zu entdecken - sei es zu Fuß, mit dem Rad oder bei Ausflügen in die Region.
Radeberg ist weit über Sachsen hinaus als Bierstadt bekannt. Das Radeberger Pilsner hat die Stadt berühmt gemacht und gehört bis heute fest zu ihrer Geschichte und ihrem Stadtbild.
Doch Radeberg ist mehr als Brautradition. Die Ferienoase liegt mitten in dieser vielseitigen Stadt, die auf eine lange Geschichte als Wirtschafts- und Industriestandort zurückblickt.
Bierstadt Radeberg - Geschichte, Tradition und Zukunft
Die ersten Spuren - Radeberg im Mittelalter
Vor über 800 Jahren wird der Name “Radeberch” erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Zeit wurde das Radeberger Land zunehmend besiedelt und erschlossen.
Obwohl es auch Nachweise Siedlungen aus der Bronzezeit gab, beginnt die eigentliche Geschichte mit dem Rittergeschlecht von Radeberg. Im 13. Jahrhundert begegnen uns die Herren von Radeberg als Angehörige des regionalen Adels. Thimo von Radeberch ist 1233 als Lehensmann des Burggrafen von Meißen urkundlich erwähnt. Sein Siegel war ein zerbrochenes Rad - war es ein frühes Zeugnis für das Motiv, das heute im Stadtwappen von Radeberg zu finden ist?
Aus der mittelalterlichen Burganlage entwickelte sich das heutige Schloss Klippenstein. In ihrem Umfeld entstand eine Marktsiedlung an der wichtigen Verbindung zwischen Dresden und Böhmen. Mit dem 1412 erhaltenen Stadtrecht begann ein neues Kapitel: Handwerk, Handel und Märkte gewannen zunehmend an Bedeutung.
Vom Handwerk zur Industriestadt
Jahrhundertelang waren Handwerk, Handel und Landwirtschaft prägend für Radeberg. Im 19. Jahrhundert jedoch veränderte sich die Stadt grundlegend. Eine entscheidende Rolle spielte die Eisenbahn.
Die Eisenbahnstrecke Dresden-Görlitz wurde Mitte des 19. Jh. gebaut. 1847 fuhr der erste Zug von Dresden nach Radeberg.
Damit war Radeberg an das wachsende Eisenbahnnetz angeschlossen. Rohstoffe und Waren konnten schneller transportiert werden. Unternehmen erhielten bessere Absatzmöglichkeiten und neue Industriebetriebe siedelten sich an. Von hier aus ging Radeberger Pilsner in über 132 Länder der Erde.
Große Ideen, große Wirkung
Jede Veranstaltung ist gut durchdacht, von der Atmosphäre, die wir schaffen, bis hin zum Ablauf jeder Sitzung.
Mit der Eisenbahn kam die Welt nach Radeberg - und Radeberg kam in die Welt
1858 entstand die erste Glasfabrik. Es folgten weitere Industriebetriebe der Glasverarbeitung, Gießereien und Maschinenbauunternehmen.
Aus der Handwerkerstadt wurde eine Industriestadt.
Jede Veranstaltung ist gut durchdacht, von der Atmosphäre, die wir schaffen, bis hin zum Ablauf jeder Sitzung.
Glas, Präzision und besondere Handwerkskunst
Die Glasindustrie wurde zu einem wichtigen Teil der Radeberger Wirtschaft. Dabei ging es nicht nur um die Herstellung von Glas, sondern auch um hochpräzise Formen und Werkzeuge. Diese handwerkliche Präzision sollte später noch eine ganz andere Bedeutung bekommen.
Nach dem Ersten Weltkrieg siedelte sich die Hutschenreuther Zahnfabrik Saxonia in Radeberg an. Ab 1922 wurden hier Porzellanzähne gefertigt.
Für diese hochpräzise Arbeit konnten Fachkräfte aus der Radeberger Glasindustrie eingesetzt werden. Ihre Erfahrungen mit feinsten Gravuren und millimetergenauen Negativformen ließ sich auf die Herstellung künstlicher Zähne übertragen.
Während der DDR-Zeit wurden in Radeberg künstliche Zähne für die gesamte DDR hergestellt.
So entstand eine bemerkenswerte Verbindung: Aus der Tradition der Glasverarbeitung entwickelte sich ein Stück Radeberger Medizintechnik.
Das erste Brauerei in Deutschland, die Bier ausschließlich nach Pilsner Brauart braut
Radeberger Pilsner
Natürlich darf bei der Geschichte Radebergs das Bier nicht fehlen.
1872 wurde die Aktienbrauerei “Zum Bergkeller” gegründet. Aus ihr entwickelte sich die Radeberger Exportbierbrauerei. Export bezieht sich übrigens auf exportieren.
Das Bier wurde schnell über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt.
1905 wurde die Brauerei Hoflieferant des Sächsischen Königs.
Bis heute ist das Bier eng mit dem Namen der Stadt verbunden.
Große Ideen, große Wirkung
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Radeberg - Stadt der Industrie und Innovation
Radeberg ist Bierstadt - aber eben nicht nur Bierstadt.
Neben der Brauerei entstanden zahlreiche bedeutende Unternehmen. Die Stadt wurde u.a. zum Standort für
-Glasindustrie und Glasformenbau
-Maschinenbau - und Gießereien
-Fahrzeug- und Karosseriebau
-Elektrotechnik
-Fernseh- und Nachrichtentechnik
-Computertechnik
-Medizintechnik und Biotechnologie
Besonders bekannt wurde die Firma Gläser, die hochwertige Fahrzeugkarosserien herstellte.
Mit Rafena und später Robotron wurde Radeberg zu einem wichtigen Standort der DDR-Elektronik- und Computerindustrie.
Krieg, DDR und Neubeginn
Auch Radeberg blieb von den großen politischen Veränderungen des 20. Jh. nicht unberührt.
Während des Zweiten Weltkriegs spielte die Rüstungsindustrie eine wichtige Rolle. Von der unmittelbaren Zerstörung des Krieges blieb Radeberg im Vergleich zu vielen anderen Städten der Region jedoch weitgehend verschont.
Nach 1945 wurden viele Unternehmen verstaatlicht. Die Stadt entwickelte sich in der DDR zu einem wichtigen Industriestandort.
Mit Rafena und Robotron entstanden große Betriebe der Fernseh- und Nachrichtentechnik sowie der elektronischen Datenverarbeitung.
Gleichzeitig wuchs Radeberg. Neue Wohngebiete entstanden und veränderten das Stadtbild.
Nach der Wiedervereinigung begann erneut ein tiefgreifender Wandel. Viele DDR-Betrieb wurden geschlossen, umstrukturiert oder privatisiert.
Kultur und Bildung
Radeberg ist aber nicht nur Industrie- und Bierstadt.
Ein wichtiger Mittelpunkt der Stadtgeschichte ist Schloss Klippenstein. Die ehemalige Burganlage ist heute Museum und vermittelt die Geschichte Radebergs und seiner Industrie.
Auch das Radeberger Biertheater gehört zum kulturellen Leben der Stadt. Das sächsische Mundarttheater bringt regionale Lebensart mit viel Humor auf die Bühne.
Große Ideen, große Wirkung
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Hightech vor den Toren Dresdens
Wer heute durch Radeberg fährt, ahnt nicht unbedingt, welche Technologien hier entwickelt und produziert werden.
Neben traditionellen Unternehmen sind in Radeberg heute Firmen aus Bereichen wie Medizintechnik, Biotechnologie, Elektronik, Fahrzeugtechnik und Maschinenbau ansässig.
Besonders bemerkenswert ist ABX advanced biochemical compounds. Das Unternehmen entwickelt und produziert Produkte für die Radiopharmazie und die PET- und SPECT-Diagnostic und ist international tätig.
Auch B.Braun Avitum ist in Radeberg ansässig. Am Standort werden Produkte für die Dialyse und Nierenersatztherapie hergestellt.
Damit setzt sich eine bemerkenswerte Tradition fort:
Was einst mit präziser Handarbeit in der Glasindustrie begann, findet heute seine Fortsetzung in hochspezialisierter Technik und moderner Medizin.
Radeberg heute
Jede Veranstaltung ist gut durchdacht, von der Atmosphäre, die wir schaffen, bis hin zum Ablauf jeder Sitzung.
Radeberg verbindet heute vieles miteinander:
mittelalterliche Geschichte und moderne Technologie,
Handwerk und Industrie,
Biertradition und Innovation,
Kultur und Natur.
Und das alles nur wenige Kiloeter von Dresden entfernt.
Wer hier Urlaub macht, kann deshalb nicht nur siw Bierstadt entdecken, sondern eine Stadt, deren Geeschichte immer wieder von Menschen geprägt wurde, die etwas Neues geschaffen haben.
Radeberg ist Bierstadt.
Aber Radeberg ist auch eine Stadt der Ideen, des Handwerks und des Erfindergeistes.